Freitag, 10. November 2017

16.11.2017 - DiB Tisch in Kassel!

Politik. Anders. Machen.

Am 16.11.2017 findet der zweite DiB Tisch für Kassel und Nordhessen statt!
Wo? im "Holzwurm" auf dem Gelände der domaine Wehlheiden, Schönfelder Str. 41a, Kassel
    (Eingang über Tischbeinstraße, Hofeinfahrt neben dem ehem. Blumenhaus Bode)
Wann? 19.00 bis 21.00 Uhr

Was?
Eingeladen sind alle, die wissen wollen,
* wie eine Partei auch Bewegung sein kann
* weshalb man sich auch als Nicht-Mitglied gut und gerne einbringen kann
* warum Demokratie in Bewegung eine echte Alternative im Politikbetrieb ist
und
** Wir wagen einen Blick auf das Jahr 2018. Wahlen in Hessen.**

Informationen und Diskussion in einem entspannt-gemütlichen Ambiente bei flackerndem Kaminfeuer, wärmenden Süppchen und Getränken (für die wir um eine kleine Spende bitten).
Eine gute Gelegenheit zum Kennen lernen für Mitglieder und Interessenten/innen!

Unser Nordhessen-DiB findet übrigens jeden Monat einmal statt. Immer am dritten Donnerstag im Monat, immer von 19.00 bis 21.00 Uhr. Jedesmal mit einer kleinen Leckerei und neuesten Informationen.

Kontakt für Fragen oder weitere Informationen: Klaus Reichenbach, 0175-2235671 (Vorstand)


Über DEMOKRATIE IN BEWEGUNG

DEMOKRATIE IN BEWEGUNG (DiB) ist eine junge Partei, die im April 2017 in Berlin gegründet wurde. Die Mitglieder der Partei eint die Überzeugung, dass Politik transparent und offen gemacht werden muss. Damit alle Menschen mitdenken, mitgestalten und mitentscheiden können.
Ob Klimawandel, globale Migrations - und Fluchtbewegungen oder Digitalisierung – die großen Umbrüche der Gesellschaft können nur so zukunfts- und gemeinwohlorientiert gestaltet werden. Nicht nur alle paar Jahre an der Urne, sondern jeden Tag.
 
Mehr über DiB: Demokratie in Bewegung
 
 

Mittwoch, 20. September 2017

Ohne Grundeinkommen sieht Deutschlands Zukunft düster aus

Nicht bezahlbar, Faulheit wird belohnt - viele Argumente sind gegen das bedingungslose Grundeinkommen zu hören. Dabei bietet es eine einzigartige Chance, eine Spaltung der Gesellschaft zu verhindern und die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen.
Bill Gates, Microsoft-Gründer und einer der reichsten Männer der Welt, und Benoît Hamon, sehr linker Präsidentschaftskandidaten der französischen Sozialisten, haben eins gemeinsam: Beide plädieren für einen radikalen Umbau der Steuersysteme. Beide haben erkannt, dass die Realität im 21. Jahrhundert nach einem Sozialstaat verlangt, der Robotern, künstlicher Intelligenz, aber auch dem demografischen Wandel und der Individualisierung der Gesellschaft Rechnung trifft. Genau das ist auch der Nährboden, auf dem das Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens gedeiht und weltweit Zulauf erhält – von allen Seiten.
"Geld für alle“ vom Staat. Ohne Gegenleistung. Einfach so. An alle. Ob arm oder reich, jung oder alt, ob mit oder ohne Familie, allein lebend oder zusammen mit anderen. Menschen mit oder ohne Beschäftigung, Hilfs-, Fach- oder Führungskräfte: Allen wird gleichermaßen vom Staat Monat für Monat ein exakt identischer Geldbetrag auf das persönliche Konto überwiesen. In der Höhe des Existenzminimums. Sodass für jede und jeden, unabhängig von einer eigenen Erwerbstätigkeit oder einem eigenen Vermögen, möglich wird, ein menschenwürdiges Dasein zu finanzieren und am öffentlichen Leben teilzunehmen.

Das bedingungslose Grundeinkommen muss lieber früher als später kommen

„Geld für alle“ - was für eine radikale Forderung. Das kann nicht gut gehen, sagen viele. Falsch: Die Vision des bedingungslosen Grundeinkommens muss Realität werden – lieber früher als zu spät! Denn die westlichen Demokratien sind in Unruhe. In atemberaubenden Tempo geht gerade das Zeitalter der Globalisierung zu Ende. Nationalisierung statt Internationalisierung und Abschottung statt Freihandel spiegeln den Zeitgeist wieder.
Wer hierzulande eine Spaltung der Gesellschaft verhindern will, die andernorts einen Donald Trump ins Weiße Haus gebracht hat, muss Verteilungsfragen ganz oben auf die politische Agenda setzen. Wenn es den großen Parteien nicht gelingt, eine überzeugende Verteilungspolitik gegen die Polarisierung anzubieten, werden es die (noch) kleine(re)n Außenparteien zur Rechten und zur Linken (zu) einfach haben, mit populistischer Propaganda die lauten Proteste von Unzufriedenen und Benachteiligten zu bündeln und mit einer Allianz der extremen politischen Gegensätze an die Macht zu kommen.

Wir brauchen eine neue Antwort auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts

Ein bedingungsloses Grundeinkommen legt das zeitgerechte Fundament eines sozialpolitischen Neubaus. Wenn die demografische Alterung, die Digitalisierung und die damit einhergehenden gesellschaftlichen und ökonomischen Verhaltensänderungen alles Bisherige in Frage stellen, bedarf es neuer, zeitgemäßer Antworten.
Das bedingungslose Grundeinkommen ermöglicht eine gerechte, liberale und effektive Anpassung des Sozialstaates an die großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Es ist auf die Lebenswirklichkeit der Zukunft ausgerichtet und hält nicht an einer Vergangenheit fest, die es schon lange nicht mehr gibt. Somit ist nicht das Grundeinkommen, sondern der Verzicht auf ein Grundeinkommen eine riskante Politik, die scheitern wird.
Sorge und Hoffnung sind die fundamentalen Motive für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Sorge, um den inneren Zusammenhalt der Gesellschaft. Streit und Misstrauen prägen gegenwärtig das gesellschaftliche Miteinander. Unfassbare Manager-Boni, Panama-Papers, Cum-Ex-Geschäfte und Steuervermeidung als zentrales Geschäftsmodell wecken bei der Masse alles andere als Vertrauen, dass die Wohlhabenden noch eine gemeinsame Verantwortung für das große Ganze zu tragen bereit sind. Eher werden Vorurteile bestätigt, dass moralische Standards abgesenkt wurden, Moral und Anstand verloren gegangen sind.

Eine neue Perspektive für eine verunsicherte Gesellschaft

Das bedingungslose Grundeinkommen bietet Hoffnung, mit einem gemeinsam getragenen neuen Zukunftsmodell das Zusammengehörigkeitsgefühl wieder zu beleben. Alle mitzunehmen, niemanden auszuschließen. Neben ökonomischer Effizienz auch eine soziale Umverteilung anzustreben. Einer verunsicherten Gesellschaft eine Perspektive aufzuzeigen für ein großes gemeinsames Ziel: ein für alle lebenswertes Deutschlands.
Ein radikaler Systemwechsel eröffnet die dringend benötigte Chance eines unverbrauchten Neuanfangs. Er ermöglicht es, ausgetretene, misstrauisch beobachtete, über Dekaden gewachsene Interessenverflechtungen, kritische Pfadabhängigkeiten und veraltete Verfahrensweisen in Frage zu stellen. Etwas Neues zu tun. Offensiv zu gestalten, nicht defensiv immer wieder alte Löcher stopfen zu müssen.
Das bedingungslose Grundeinkommen weist Deutschland einen zwar radikalen, aber eben auch gangbaren Weg, um die eigendynamische Spirale des gesellschaftlichen Auseinanderlebens zu durchbrechen. Es liefert eine nachhaltig tragfähige Grundlage für einen Gesellschaftsvertrag zwischen den Generationen. Es zeigt, wie die Arbeitsgesellschaft auf die dramatischen Veränderungen durch die Digitalisierung reagieren kann – wohl eher reagieren muss, wenn nicht überall, aber doch mancherorts mit künstlicher Intelligenz ausgestattete Roboter den Menschen ersetzen werden. So, dass die Herausforderungen der Zukunft bewältigt und zu einer historischen Chance, nicht zu einer Gefahr für Deutschland werden.

Freitag, 1. September 2017

DiB-Tisch in Frankfurt am 02.09. - Was für eine Wahl habe ich in Hessen? Demokratie in Bewegung

DiB Tisch am 2.9. in Frankfurt


Hallo alle zusammen!
Endlich steht Ort und Zeit für unseren DiB- Tisch in Hessen fest :grinning:! Hurra, hurra!!!
Samstag, 2. September, 16.00 Uhr im Café Crumble4, Kiesstraße 41 in 60486 Frankfurt, barrierefrei.

Alle!, die Politik anders machen wollen, sind zu diesem Treffen ganz herzlich willkommen. Gerne Bekannte und FreundInnen mitbringen, teilen und weitersagen.:slight_smile:
Neben euren Fragen steht noch ein kleiner Bericht vom Parteitag an und wir wollen ein wenig darüber quatschen was wir in Hessen so vorhaben!
Mit der U4 vom Hauptbahnhof aus gut zu erreichen. Nahe U Bahnhof Bockenheimer Warte (ca. 5 min. Fußweg).
Kommt zahlreich! Wir freuen uns euch kennenzulernen und auf eine schöne Zeit mit euch.
Viele Grüße,
Andrea & Colin

Donnerstag, 6. Juli 2017

Let's "DiB" ...

Vor fast drei Wochen habe ich Euch alle um Unterschriften für Demokratie in Bewegung gebeten.
Eine neue Partei, die mehr als das ist. Es ist auch eine Bewegung. Für mehr Demokratie und mehr Einfluss aller BürgerInnen auf das politische Geschehen.
Gaaaanz viele haben schon mit ihrer Unterschrift geholfen, dass wir auf Euren Wahlzettel kommen.
Jetzt aber geht es in den Endspurt. Wir haben es fast geschafft. Fast ist das Schlüsselwort! Wer noch nicht unterschrieben hat, sollte es jetzt tun!!!!
Alle Informationen dazu (und natürlich auch zu DiB) findet Ihr hier:

Und wer nicht aus Hessen kommt, findet "sein" Bundesland ebenfalls dort 😉
 

Freitag, 2. Juni 2017

Landesverband Hessen von DEMOKRATIE IN BEWEGUNG (DiB) gegründet

Geburtsort: Wiesbaden                 


Name: DEMOKRATIE IN BEWEGUNG (DiB)
Geburtsstunde: 18.00 Uhr

Landesverband Hessen von DEMOKRATIE IN BEWEGUNG (DiB) gegründet

Nach zwei Stunden war es vollbracht: der Landesverband Hessen von DEMOKRATIE IN BEWEGUNG (DiB) ging am 28.5.17 in Wiesbaden an den Start.

Nach Vorstellung aller anwesenden Mitglieder wurde der LV in Wiesbaden gegründet.
Die anschließenden Vorstandswahlen führten im Ergebnis zu einem bunten Abbild unserer Mitglieder. „Dabei haben haben wir die Quotierungsvorgaben von DEMOKRATIE IN BEWEGUNG erfüllt, obwohl die Kandidierenden Personen auf eine Bevorzugung durch die eigens erstellte Quoteneinordnung verzichtet haben“ so Colin Greb, der zum ersten Vorsitzenden gewählt wurde.
Der Vorstand, bestehend aus Colin Greb (Wiesbaden), Sabine Pahl (Frankfurt) und Klaus Reichenbach (Kassel), wird zunächst bis zur Bundestagswahl am 24.09.2017 amtieren.

Die erforderlichen Gründungsunterlagen wurden eingereicht, die Sammlung von Unterstützerunterschriften kann also beginnen. „Das wird der Schwerpunkt unserer Arbeit in den ersten Wochen sein. „Wir wollen so schnell als möglich die nötigen 2.000 Unterschriften hessischer Bürger/innen sammeln, damit wir unser Programm und DiB in Hessen zur Wahl stellen können“ so Sabine Pahl.

Die Unterschriftensammlung soll auch genutzt werden, um Impulse, Ideen und Vorschläge von Bürgerinnen und Bürgern in Hessen aufzunehmen. Als Initiator/innen sind die Mitglieder von DiB Hessen überzeugt, dass Politik transparenter gestaltet werden kann und Mitbestimmung auch in der täglichen politischen Arbeit möglich ist - nicht nur alle vier Jahre.
Der hessische Landesverband von DEMOKRATIE IN BEWEGUNG (DiB) wird im Kern für Transparenz, Gerechtigkeit, Weltoffenheit und Zukunftsfähigkeit eintreten. DiB Hessen setzt sich auch für eine Europäische Union als starker Kraft für Frieden und Gerechtigkeit ein.


Weitere Informationen:
Webseite: https://bewegung.jetzt/
Oft gestellte Fragen: https://bewegung.jetzt/faq/
Video: Initiativprinzip leicht erklärt: https://www.facebook.com/demokratiebewegen/videos/1822236668043851/

Pressekontakt:
Klaus Reichenbach, Tel 0561-3102957 oder 0175-2235671 und Colin Greb 0176-43206067

Colin Greb                |   Sabine Pahl            |   Klaus Reichenbach


Montag, 27. März 2017

Grundloser Weizenverzicht - teuer und ungesund

Gluten sollte grundsätzlich nicht vom Speiseplan gestrichen werden. Produkte ohne Gluten sind nicht kalorienärmer. Glutenfreier Pizzateig, Reismehlbrötchen und vieles mehr. Immer mehr Lebensmittel ohne Weizen und Gluten stehen in den Regalen der Supermärkte. Auf den Packungen wird damit intensiv geworben. Viele Kunden halten deshalb glutenfreie Produkte für besser und gesünder. Zusätzlich, so berichtet die Ernährungsexpertin Astrid Laimighofer, glauben manche auch, das Beschwerden wie Bauchschmerzen auf Gluten zurückgehen. Tatsächlich aber verträgt nur ein ganz kleiner Teil der Menschen in Deutschland kein Gluten. Das ist nämlich nur dann der Fall, wenn man an der Autoimmunerkrankung Zöliakie erkrankt ist.

Fast alle Getreidesorten wie Weizen, Dinkel oder Roggen, enthalten pflanzliche Eiweiße und bilden damit Gluten. Gluten entsteht, wenn sich die Eiweiße der Getreidesamen durch Feuchtigkeit verbinden. Ein Verzicht auf Getreide in der Ernährung bedeutet eine starke Einschränkung bei der Auswahl von Lebensmitteln, erklärt dazu Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Dabei besteht so gut wie eine Notwendigkeit dafür. Eine solche Ernährungsumstellung ist nicht gesund und hilft auch keinsfalls beim Abnehmen, wie viele hoffen.

Mehr Zucker und Fett

Fakt ist, dass Produkte ohne Gluten nicht kalorienärmer sind, stellt Laimighofer klar. Weil das Klebeeiweiß Gluten fehlt, sind solche Produkte häufig trockener. "Um den Geschmack zu verbessern und fehlende Feuchtigkeit auszugleichen, wird meistens der Anteil an Fett uund Zucker in glutenfreien Produkten deutlich erhöht", erklärt dazu Binaca Maurar von der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft. Deshalb enthalten sie meist nicht weniger, sondern viel mehr Kalorien als glutenhaltige Produkte. Zusätzlich fehlen durch den Getreidverzicjt auch wichtige Ballaststoffe. Deshlab isst an dann tendenziell deutlich mehr, um satt zu werden.
Eine glutenfreie Ernährung ist zudem nicht mehr abwechslungsreich und ausgewogen genug. Somit droht ein Mangel an wichtigen Nähr- und Mineralstoffen wie z.B. die Vtamine K, B1, B2, oder B6 oder Magnesium, Zinkl oder Kupfer bei den Mineralstoffen sagt Antje Gahl. Getreide sind außerdem enorm wichtige Ballaststofflieferanten. Sie unterstützen auch die Dramflora durch ihre präbiotische Wirkung. Wer sich also glutenfrei ernährt, schränkt sich also nicht nur unnötig ein. Es ist in mehr als 98% der Fälle ungesund und teurer ist das auch noch weil glutenfreie Produkte in der Regel mehr kosten.

Wann ist Glutenfreie Ernährung sinnvoll?

Menschen, die tatsächlich unter einer Zöliakie leiden, müssen aus gesundheitlichen Gründen tatsächlich auf Gluten verzichten. Bei dieser Autoimmunerkrankung löst das Klebereiweiß nämlich eine chronische Entzündung der Dünndarmschleimhaut aus.
Gar kein Gluten zu sich nehmen, ist aber sehr schwierig. Viele Getreidesorten, Fertiggerichte und sogar Wurst- und Käseprodukte enthalten Gluten. Laut "Essen und Trinken bei Zöliakie", einer DGE Infothek, kann Gluten auch in Süßwaren, Medikamenten oder gar Zahnpflegeprodukten enthalten sein.
Reis, Mais, Quinoa, Amaranth, Buchweizen, Hirse und Produkte, die daraus hergestellt werden sind von Natur aus glutenfrei. Ersatzprodukte für die anderen Getreidearten gibt es nicht. Aktuell gitb es aber Versuche, welche zu entwickeln.
Meine Empfehlung: erst mal den Arzt aufsuchen und durch entsprechende Untersuchungen prüfen, ob tatsächlich eine Zöliakie vorliegt. Selbst kann man das nur weil man z.B. etwas nicht vertragen, hat nicht feststellen.

Freitag, 24. Februar 2017

Ärger über Absagen beim Tag der Erde in Kassel

Die Diskussion über eine vegane Ausrichtung des äußerst beliebten und bundesweit bekannten Kasseler Tag der Erde bewegt sich um die falschen Kernpunkte, weil das wichtigste Auswahlkriterium für die Standbetreiber verheimlicht wird. Ich bin selbst in einem kleinen, regionalen Verein tätig. Wir beteiligen uns seit 1997 jedes Jahr am Tag der Erde. Dabei geht es an erster Stelle um Informationen über unsere Arbeit. Wir tauschen regional und ökologisch ausgerichtet (Dienst-) Leistungen mit Hilfe einer Zeitverrechnung. Um das den Besuchern ganz praktisch vorzuführen, kochen und backen unsere Mitglieder für diesen Tag leckere und (Achtung!) vegetarische Speisen und Kuchen als Fingerfood. Die können wir den Besuchern dadurch güsntig in hoher Qualität anbieten. Wir machen dies seit 1997, da hat noch kein Mensch von "vegan" und kaum einer von "vegetarisch" gesprochen. Dieses Jahr wurden wir, angeblich aus Platzmangel, nicht berücksichtig.
Warum das so ist, bleibt angesichts der Intransparenz der Standbetreiberauswahl im Dunkeln. Da wir aber in Kontakt mit vielen anderen stehen, drängt sich der Verdacht auf, dass es schlicht ums Geld geht. Standbetreiber, die einen Profistand betreiben wollen und dafür viel Geld an den Veranstalter zahlen, wurden sofort berücksichtig. Sie mussten aber keine Nachweis erbringen, ob und wie sie ein veganes bzw. vegetarisches Angebot sicherstellen. Hier geht es also nicht um gesunde Ernährung, sondern um Geld. Wenn dem nicht so ist, sollten die Veranstalter schnell die Auswahlkriterien offenlegen. Denn sonst wird aus der Bratwurtposse schnell ein Skandal, den niemand will, der aber allen schadet. 

Wurstverbot auf dem Öko-Fest?

Das Auswahlkriterium "vegan" ist eher als Willkür und unrühmlicher neuer Höhepunkt einer seit Jahren schwelenden Fehlentwicklung des größten deutschen Umweltfestes zu sehen. Wirklich vegan ernähren sich gerade mal 1,1 % der Bevölkerung in Deutschland, vegetarisch sind es maximal 10 %. Da frage ich (ketzerisch): möchten die Organisatoren*innen die Besucherzahlen beim Tag der Erde von mehr als 20.000 auf 2.200 reduzieren? Realistisch betrachtet kommen doch die meisten Besucher*innen auch deshalb, weil man an vielen Ständen leckere und durchaus auch ungewöhnliche Speisen in großer Vielfalt probieren konnte.
Doch dies ist nur ein neuer Höhepunkt in einer schleichenden Fehlentwicklung. Diese ging immer mehr hin zu Profiständen aus ganz Deutschland und dem angrenzenden EU Staaten. Zusammen mit der überproportional großen Präsenz einiger weniger heimischer Imbissbetreiber hat das schon länger zu einem Rückgang von Ständen geführt, die sich vor allem mit innovativen Umweltideen und -projekten befassten oder die ökologisch produzierte Pflanzen und Nahrungsmittel sowie Speisen anboten. Die Gebühren für einen Stand wurden Jahr für Jahr höher, dazu kommen immer weiter steigende Kosten für die Überprüfung durch das Gesundheitsamt. Es ist kein Gehimnis, das eine Reihe von kleinen Vereinen hier längst an ihre finanziellen Grenzen stoßen und nicht mehr teilnehmen können.
Eine Zäsur für die Auswahlkriterien für Standbetreiber wäre genau jetzt geboten. Ökologie, Nachhaltigkeit, Bio-Zertifizierte Produkte, Regionalität und kurze Wege sollten die Kernkriterien sein. "Vegetarisch" ist dagegen ein Ausschlusskriterium vor allem auch für die Besucher*innen. Die Zahlen sagen, dass man sich damit fast 90% der Besucher selbst beraubt.

Dienstag, 31. Januar 2017

Trump und der Islam


Besser konnte es für Al Kaida und den Islamischen Staat nicht laufen. Donald Trump, US-Präsident, der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, der westlichen Führungsmacht, die auf der ganzen Welt immer als Schutzmacht von Freiheit und Menschenrechten auftritt, schliesst ausgerechnet die Türen des Landes für Muslime.
 
Jedes Bild von weinenden Kindern und ihren Familien, die durch Trumps Edikt voneinander getrennt werden, erzeugt neue Wut auf den von vielen Muslimen sowieso schon als heuchlerisch und selbstgefällig betrachteten Westen.
Donald Trump führt einen Krieg der Zivilisationen, doch damit kann und wird er den islamischistischen Terror nicht besiegen. Eine Verständigung jedoch macht er beinahe unmöglich.
Zwar profitiert Trump noch von der Zurückhaltung einiger wichtiger muslimischer Staaten, weil er sie von seinen Einreisestopp verschonte. Länder wie die Türkei, Saudi-Arabien oder Ägypten sind noch seltsam still. Noch wollen sie es sich nicht mit dem neuen Präsidenten nicht verderben. Bei den vielen Millionen Menschen in diesen Ländern hat Truzmp aber in nur wenigen Tagen seit seinem Amtsantritt einen enormen Schaden angerichtet.
Dazu kommt, das das Einreiseverbot nicht das einzige anti-muslimische Signal Trumps ist. So kündigte er an, die US Botschaft in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen. Das wird den israelisch-palästeninensischen Konflikt deutlich anheizen. Paralell lässt TRump ein starkes US Engagement in Syrien vorbereiten und macht Andeutungen für einen neuen Versuch, weitere irakische Erdölvorräte unter US Kontrolle zu bringen.
All dies wird nicht ohne Folgen bleiben. Islamistische Extremisten haben es wieder leicht, neue Freiwillige anzuwerben. Der Iran wird die erneut angefachte anti-westliche Stimmung für den Ausbau seines Einflusses im Nahen Osten nutzen. So beunruhigt TRum westliche Verbündete unter den islamischen Staaten statt sie zu beruhigen.
Man sollte meinen, das Donald Trump als das bedacht hat. Doch dafür gibt es keinerlei Anzeichen. Der Populist auf dem Präsidentstuhl hofiert ausschließlich seine eigene Wählerschaft. Da kann es nicht islamophob genug sein. Michael Flynn, Trumps Sicherheitsberater, hat den Islam schon einmal als "Krebsgeschwür" bezeichnet, wohl wissend, das er über eine Weltreligion sprach.
Die europäischen Rechtspopulisten werden u.a. Flynns Thesen gerne aufgreifen, um mit großem Getöse die Unvereinbarkeit von islamischen Osten und chrictlichem Westen zu propagieren.
Immerhin, ein paar Hoffnungsschimmer gibt es auch. Seit Tagen gehen in den USA zehntausende Menschen auf die Straße und fordern die Freilassung der auf US Flughäfen internierten Muslime. Amerikanische Großkonzerne haben Solidaritätsaktionen für Flüchtlinge und Muslime gestartet. Neueste Umfragen in den USA zeigen, dass sich die anti-islamische Rhetorik Trumps ins Gegenteil verkehrt und eine eher positive Einstellung gegenüber Muslimem fördert. Vielleicht bringt dieser heftige Gegenwind Trump doch noch zu einer Änderung seiner Holzhammerpolitik. Leider ist das nur ein kleiner Hoffnungsschimmer.