Donnerstag, 6. Juli 2017
Let's "DiB" ...
Freitag, 2. Juni 2017
Landesverband Hessen von DEMOKRATIE IN BEWEGUNG (DiB) gegründet
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| Colin Greb | Sabine Pahl | Klaus Reichenbach |
Montag, 27. März 2017
Grundloser Weizenverzicht - teuer und ungesund
Gluten sollte grundsätzlich nicht vom Speiseplan gestrichen werden. Produkte ohne Gluten sind nicht kalorienärmer. Glutenfreier Pizzateig, Reismehlbrötchen und vieles mehr. Immer mehr Lebensmittel ohne Weizen und Gluten stehen in den Regalen der Supermärkte. Auf den Packungen wird damit intensiv geworben. Viele Kunden halten deshalb glutenfreie Produkte für besser und gesünder. Zusätzlich, so berichtet die Ernährungsexpertin Astrid Laimighofer, glauben manche auch, das Beschwerden wie Bauchschmerzen auf Gluten zurückgehen. Tatsächlich aber verträgt nur ein ganz kleiner Teil der Menschen in Deutschland kein Gluten. Das ist nämlich nur dann der Fall, wenn man an der Autoimmunerkrankung Zöliakie erkrankt ist.
Fast alle Getreidesorten wie Weizen, Dinkel oder Roggen, enthalten pflanzliche Eiweiße und bilden damit Gluten. Gluten entsteht, wenn sich die Eiweiße der Getreidesamen durch Feuchtigkeit verbinden. Ein Verzicht auf Getreide in der Ernährung bedeutet eine starke Einschränkung bei der Auswahl von Lebensmitteln, erklärt dazu Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Dabei besteht so gut wie eine Notwendigkeit dafür. Eine solche Ernährungsumstellung ist nicht gesund und hilft auch keinsfalls beim Abnehmen, wie viele hoffen.
Mehr Zucker und Fett
Fakt ist, dass Produkte ohne Gluten nicht kalorienärmer sind, stellt Laimighofer klar. Weil das Klebeeiweiß Gluten fehlt, sind solche Produkte häufig trockener. "Um den Geschmack zu verbessern und fehlende Feuchtigkeit auszugleichen, wird meistens der Anteil an Fett uund Zucker in glutenfreien Produkten deutlich erhöht", erklärt dazu Binaca Maurar von der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft. Deshalb enthalten sie meist nicht weniger, sondern viel mehr Kalorien als glutenhaltige Produkte. Zusätzlich fehlen durch den Getreidverzicjt auch wichtige Ballaststoffe. Deshlab isst an dann tendenziell deutlich mehr, um satt zu werden.
Eine glutenfreie Ernährung ist zudem nicht mehr abwechslungsreich und ausgewogen genug. Somit droht ein Mangel an wichtigen Nähr- und Mineralstoffen wie z.B. die Vtamine K, B1, B2, oder B6 oder Magnesium, Zinkl oder Kupfer bei den Mineralstoffen sagt Antje Gahl.
Getreide sind außerdem enorm wichtige Ballaststofflieferanten. Sie unterstützen auch die Dramflora durch ihre präbiotische Wirkung. Wer sich also glutenfrei ernährt, schränkt sich also nicht nur unnötig ein. Es ist in mehr als 98% der Fälle ungesund und teurer ist das auch noch weil glutenfreie Produkte in der Regel mehr kosten.
Wann ist Glutenfreie Ernährung sinnvoll?
Menschen, die tatsächlich unter einer Zöliakie leiden, müssen aus gesundheitlichen Gründen tatsächlich auf Gluten verzichten. Bei dieser Autoimmunerkrankung löst das Klebereiweiß nämlich eine chronische Entzündung der Dünndarmschleimhaut aus.
Gar kein Gluten zu sich nehmen, ist aber sehr schwierig. Viele Getreidesorten, Fertiggerichte und sogar Wurst- und Käseprodukte enthalten Gluten. Laut "Essen und Trinken bei Zöliakie", einer DGE Infothek, kann Gluten auch in Süßwaren, Medikamenten oder gar Zahnpflegeprodukten enthalten sein.
Reis, Mais, Quinoa, Amaranth, Buchweizen, Hirse und Produkte, die daraus hergestellt werden sind von Natur aus glutenfrei. Ersatzprodukte für die anderen Getreidearten gibt es nicht. Aktuell gitb es aber Versuche, welche zu entwickeln.
Meine Empfehlung: erst mal den Arzt aufsuchen und durch entsprechende Untersuchungen prüfen, ob tatsächlich eine Zöliakie vorliegt. Selbst kann man das nur weil man z.B. etwas nicht vertragen, hat nicht feststellen.
Freitag, 24. Februar 2017
Ärger über Absagen beim Tag der Erde in Kassel
Warum das so ist, bleibt angesichts der Intransparenz der Standbetreiberauswahl im Dunkeln. Da wir aber in Kontakt mit vielen anderen stehen, drängt sich der Verdacht auf, dass es schlicht ums Geld geht. Standbetreiber, die einen Profistand betreiben wollen und dafür viel Geld an den Veranstalter zahlen, wurden sofort berücksichtig. Sie mussten aber keine Nachweis erbringen, ob und wie sie ein veganes bzw. vegetarisches Angebot sicherstellen. Hier geht es also nicht um gesunde Ernährung, sondern um Geld. Wenn dem nicht so ist, sollten die Veranstalter schnell die Auswahlkriterien offenlegen. Denn sonst wird aus der Bratwurtposse schnell ein Skandal, den niemand will, der aber allen schadet.
Wurstverbot auf dem Öko-Fest?
Doch dies ist nur ein neuer Höhepunkt in einer schleichenden Fehlentwicklung. Diese ging immer mehr hin zu Profiständen aus ganz Deutschland und dem angrenzenden EU Staaten. Zusammen mit der überproportional großen Präsenz einiger weniger heimischer Imbissbetreiber hat das schon länger zu einem Rückgang von Ständen geführt, die sich vor allem mit innovativen Umweltideen und -projekten befassten oder die ökologisch produzierte Pflanzen und Nahrungsmittel sowie Speisen anboten. Die Gebühren für einen Stand wurden Jahr für Jahr höher, dazu kommen immer weiter steigende Kosten für die Überprüfung durch das Gesundheitsamt. Es ist kein Gehimnis, das eine Reihe von kleinen Vereinen hier längst an ihre finanziellen Grenzen stoßen und nicht mehr teilnehmen können.
Eine Zäsur für die Auswahlkriterien für Standbetreiber wäre genau jetzt geboten. Ökologie, Nachhaltigkeit, Bio-Zertifizierte Produkte, Regionalität und kurze Wege sollten die Kernkriterien sein. "Vegetarisch" ist dagegen ein Ausschlusskriterium vor allem auch für die Besucher*innen. Die Zahlen sagen, dass man sich damit fast 90% der Besucher selbst beraubt.
Dienstag, 31. Januar 2017
Trump und der Islam
Besser konnte es für Al Kaida und den Islamischen Staat nicht laufen. Donald Trump, US-Präsident, der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, der westlichen Führungsmacht, die auf der ganzen Welt immer als Schutzmacht von Freiheit und Menschenrechten auftritt, schliesst ausgerechnet die Türen des Landes für Muslime.
Jedes Bild von weinenden Kindern und ihren Familien, die durch Trumps Edikt voneinander getrennt werden, erzeugt neue Wut auf den von vielen Muslimen sowieso schon als heuchlerisch und selbstgefällig betrachteten Westen.
Donald Trump führt einen Krieg der Zivilisationen, doch damit kann und wird er den islamischistischen Terror nicht besiegen. Eine Verständigung jedoch macht er beinahe unmöglich.
Zwar profitiert Trump noch von der Zurückhaltung einiger wichtiger muslimischer Staaten, weil er sie von seinen Einreisestopp verschonte. Länder wie die Türkei, Saudi-Arabien oder Ägypten sind noch seltsam still. Noch wollen sie es sich nicht mit dem neuen Präsidenten nicht verderben. Bei den vielen Millionen Menschen in diesen Ländern hat Truzmp aber in nur wenigen Tagen seit seinem Amtsantritt einen enormen Schaden angerichtet.
Dazu kommt, das das Einreiseverbot nicht das einzige anti-muslimische Signal Trumps ist. So kündigte er an, die US Botschaft in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen. Das wird den israelisch-palästeninensischen Konflikt deutlich anheizen. Paralell lässt TRump ein starkes US Engagement in Syrien vorbereiten und macht Andeutungen für einen neuen Versuch, weitere irakische Erdölvorräte unter US Kontrolle zu bringen.
All dies wird nicht ohne Folgen bleiben. Islamistische Extremisten haben es wieder leicht, neue Freiwillige anzuwerben. Der Iran wird die erneut angefachte anti-westliche Stimmung für den Ausbau seines Einflusses im Nahen Osten nutzen. So beunruhigt TRum westliche Verbündete unter den islamischen Staaten statt sie zu beruhigen.
Man sollte meinen, das Donald Trump als das bedacht hat. Doch dafür gibt es keinerlei Anzeichen. Der Populist auf dem Präsidentstuhl hofiert ausschließlich seine eigene Wählerschaft. Da kann es nicht islamophob genug sein. Michael Flynn, Trumps Sicherheitsberater, hat den Islam schon einmal als "Krebsgeschwür" bezeichnet, wohl wissend, das er über eine Weltreligion sprach.
Die europäischen Rechtspopulisten werden u.a. Flynns Thesen gerne aufgreifen, um mit großem Getöse die Unvereinbarkeit von islamischen Osten und chrictlichem Westen zu propagieren.
Immerhin, ein paar Hoffnungsschimmer gibt es auch. Seit Tagen gehen in den USA zehntausende Menschen auf die Straße und fordern die Freilassung der auf US Flughäfen internierten Muslime. Amerikanische Großkonzerne haben Solidaritätsaktionen für Flüchtlinge und Muslime gestartet. Neueste Umfragen in den USA zeigen, dass sich die anti-islamische Rhetorik Trumps ins Gegenteil verkehrt und eine eher positive Einstellung gegenüber Muslimem fördert. Vielleicht bringt dieser heftige Gegenwind Trump doch noch zu einer Änderung seiner Holzhammerpolitik. Leider ist das nur ein kleiner Hoffnungsschimmer.
Dienstag, 28. Juni 2016
Europa in Aufregung
Ursachenforschung gefällig? Dann stellen Sie sich folgendes vor:
- für die Wahl des kommenden Bundespräsidenten in Deutschland sind etablierte, erfahrene PolitikerInnen wie Steinmeier, Schäuble oder von der Leyen nicht mehr zugelassen. Linke und rechte Parteien in der Bundesversammlung machen statt dessen die Wahl unter sich aus. Kann nicht passieren, meinen Sie? Eine solche Konstellation mit all ihren Folgen hatten wir gerade in Österreich.
- die Basis der konservativen Parteien CDU/CSU ist von der eigenen Funktionärskaste völlig entnervt und duldet daher keinen aus ihren Reihen als Spitzenkandidat für die Bundestagswahl 2017. Sie entscheidet sich daher lieber für einen fragwürdigen Geschäftemacher, der absolut nichts von Politik, dafür aber sehr viel von Beleidigungen versteht. Sie meinen, das ist unmöglich? Ist es doch und findet genau so gerade in den USA statt.
- mal angenommen, wir in Deutschland würden über die Europäische Union und ihre Politik abstimmen. Am Tag nach einer denkbar knappen Entscheidung gegen die EU titelt die Bild-Zeitung: "Die schweigende Mehrheit ist gegen eine arrogante politische Elite aufgestanden. Wir verneigen uns vor dem Land und seinen Menschen". Undenkbar sagen Sie auch hier? Inhaltlich genauso stand es am Tag nach der Brexit Entschsiung in großen Lettern auf der Titelseite der "Daily Mail" in Großbritannien.
Überall in den nationalen Gesellschaften ist ganz oben eine teilweise extrem hoch bezahlte Schicht von Experten und Managern etabliert, ganz unten ist ein immer weiter wachsendes Herr des "Prekariats" entstanden. In der normalerweise stabilisierenden Mitte der Gesellschaften sind Verluste entstanden und weiten sich aus. Die sind echt und gefühlt, der andauernde Streit um das Ausmaß ist rein akademisch, denn auch die gefühlten Verluste sind letztlich schwere Verluste in einer Gesellschaft.
Doch Volkswirtschaften brauchen einen ausgleichenden Staat, einen, der in den sozialen Beziehungen für Frieden sorgt. Besonders die europäischen Gesellschaften brauchen diesen Staat auch, damit der Eigentumsbegriff das große Beben in der Welt übersteht. Sie brauchen Zuwanderung, aber sinnvoll und gerecht verteilt. Sie wollen Europa, aber keine bürokratische Einheitsorgie. Und die europäischen Gesellschaften brauchen endlich eine Geldpolitik, die nicht mehr das Geld der Bürger in Richtung der Spekulanten verschiebt.
Deshalb ist die Legitimationskrise der politischen Systeme so gefährlich und dramatisch. Die etablierte Politikerkaste ist nicht mehr in der Lage, für den so sehr nötigen gesellschaftlichen Ausgleich zu sorgen. Schlimmer noch, sie hat ihn aus den Augen verloren. So ist die Europäische Zentralbank zu größten Gelddruckmaschine des Kontinents geworden. Die Kontrolle der Stabilitätskriterien aus dem Vertrag von Maastricht findet praktisch nicht mehr statt.
Um den europäischen Polit-Adel muss niemand eine Träne weinen. Doch um die Europäische Idee müssen wir alle ein Meer von Tränen vergießen. Von allem, was dieser Kontinent in den letzten einhundert Jahren geboren hat, ist sie das wertvollste, was wir haben. Ja, es gibt Gründe, die EU abzulehnen, aber es gibt keinen einzigen, um die Vision der europäischen Verständigung und länderübergreifenden (wirtschaftlichen) Kooperation jetzt oder in Zukunft zu beerdigen.
Diese Idee, diese Vision kann und wird uns alle immer wieder inspirieren und aufmuntern. Deshalb ist der Brexit auch ein Weckruf, den wir in die Wagenburgen der Macht tragen müssen, damit er dort auch gehört wird. Das europäische Haus sieht inzwischen aus wie der schiefe Turm von Pisa. Es hat eine gefährliche Neigung. Doch auch der Turm in Pisa hat die Jahrhunderte überdauert, weil die Menschen immer weiter an seinen Fundamenten gearbeitet haben.


